Der Dogenpalast

Der Palazzo Ducale ( 14. - 15. Jh. ) aus rosafarbenen Verona-Marmor stellt einen bemerkenswerten Bruch in der Bautradition dar. Der obere, wuchtigere und geschlossene Teil ruht auf zierlich wirkenden Säulengängen, die wiederum von spitz zulaufenden Arkadenbogen aus istrischem Stein getragen werden.

Dogenpalast
Dogenpalast
Gesehen vom Campanile
Gesehen vom Campanile
Seitlich
Seitlich

Die Innenräume des Palazzo Ducale betritt man über die großartige Treppe Scala d'Oro, die ebenfalls von Sansovino erbaut wurde. Von dort gelangt man zu den prachtvollen Repräsentations- und Regierungsräumen, wie die Sala del Maggior Consiglio, die Sala del Consiglio dei Dieci, die Sala dello Scudo etc.

Der gotische Haupteingang - die Porta della Carta - befindet sich an der linken Ecke der Hauptfassade. Von ihr führt ein Bogengang in den Innenhof zur Scala dei Giganti. Auf dieser prachtvollen Stiege, die von den monumentalen Statuen des Mars und Neptuns flankiert wird (Sansovino 16. Jh.), wurde dem neuen Dogen in einer feierlichen Zeremonie die Dogenmütze aufgesetzt.

Der Dogenpalast war Sitz der Regierung, der Justiz und Wohnung des Dogen. Jahrhundertelang wurde er als einziges Gebäude in Venedig als palazzo bezeichnet. Die anderen Gebäude wurden casa oder kurz Ca' genannt.

Da der Dogenpalast auch als Justizpalast fungierte, befanden sich auch die Gefängnisse und die Folterkammer in ihm. Eine eigene Führung bringt Sie auf "Itinerari Segreti" zu den geheimen Wegen über die Seufzerbrücke zu den heißen Bleizellen (piombi) und den feuchten, modrigen Brunnenverließen (pozzi).


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